10 Tipps, wie man am Besten ein neues Projekt anfaengt

Nachdem ich in letzter Zeit Unmengen an Blogs gelesen, Foren besucht habe und auch anderweitig Tipps bekommen habe, ist es jetzt mal an der Zeit selbst welche zu geben.

Am Anfang dachte ich , dass es reicht, wenn man sich einfach eine Domain besorgt, die Blogsoftware hochlädt und dann munter drauf los bloggt - der Erfolg kommt schon irgendwann. Doch so einfach ist es nicht und ich weiß für mich selbst noch nicht, ob denn alles klappt, wie ich mir das so vorstelle, zuviel kann man nämlich falsch machen und dadurch wichtige Zeit verschwenden, die einfach zu kostbar ist.

Jetzt, wo der Blog bis auf ein paar Kleinigkeiten fertig eingerichtet ist und ich mich auch sonst ein wenig zurücklehnen kann, werde ich mal meine 10 Tipps, wie man ein neues Projekt anfängt aufschreiben.

In den Tipps schreibe ich allerdings nur über meine Erfahrungen mit Blogs, aber für “normale” Webseiten sollte das Gleiche gelten.

1. Namen suchen:

Zu allererst solltest du dir einen passenden Namen für dein Projekt suchen bzw. sich Gedanken darüber machen welches Thema dein Projekt denn ansprechen soll. Ein xy-design.de passt da kaum zu einem Blog, der über die neuesten Skandale der Promis schreibt. Am Besten schreibst du dir ein paar Stichwörter von Themen auf, die dich interessieren und versuchst dann damit einen sinnvollen Namen zu finden.

2. Domain registrieren und Webspace besorgen:

Jetzt kommt der lustige Teil. Nachdem du nun einen oder mehrere sinnvolle Kombinationen aufgeschrieben hast, geht es daran die passende Domain zu finden. Gut, vorher solltest du dich noch nach einem geeigneten Provider umsehen, weil du so auch gleich den passenden Webspace zur Domain bekommst. Zur Providerfrage kann und möchte ich keine Tipps geben, da es zuviele auf dem Markt gibt. Ich bin zB. mit All-Inkl.com sehr zufrieden. Lasst dir im Übrigen von keinem sogenannten Pro erzählen, dass du unbedingt einen eigenen Server mieten musst, wenn du einen Blog führen willst. Es wird dir am Anfang und wohl auch später keiner die Bude einrennen und so einen Radau machen, dass dich dein Provider in die Wüste schickt, es sei denn du zahlst bei der nächsten Loveparade jedem Raver einen €uro, damit er mal deinen Blog besucht. Sollte es wider erwarten dochmal zu überhöhtem Traffic kommen, dann lassen die meisten Provider mit sich reden, sofern man sich mit der Suche nach selbigen etwas Mühe gegeben hat. So, jetzt aber zum lustigen Teil von Punkt 2. Du hast dir wahrscheinlich die geilsten Namen für deine Domain aufgeschrieben und wunderst dich jetzt warum die schon alle vergeben sind. Tja, shit happens, dank den vielen Domaingrabbern. Da du aber dennoch ehrgeizig und voller Elan bist, macht dir das außer einem kurzfristigen Puls von 150 nichts weiter aus und so findest du nach 7 Stunden per Try and Error endlich deine “Wunschdomain”, hast Webspace und die Zugangsdaten, also ran ans Eingemachte.

3. Software besorgen:

Aha, da fehlt ja noch was. Ohne Software kommst du nicht weit, also nochmal nachdenken und das am frühen (passende Tageszeit einfügen). Ich machs kurz und wahrscheinlich werden einige Blog Gurus was anderes sagen, aber für mich kam kommt eigentlich nur Wordpress in Frage. Zur Info - ich habe fast jede CMS- und Blogsoftware ausprobiert und bin am Ende wieder zu Wordpress zurück, weil es einfach am Bedienfreundlichsten ist. Muss aber am Ende jeder selbst wissen womit er am Besten zu Rande kommt.

4. Layout auswählen:

So, Blogsoftware hast du, also heißt es installieren, aber nicht sofort auf dem eigenen Webspace. Kannst du natürlich auch, aber es ist erstens umständlich den ganzen Mist immer erst hochzuladen und zweitens würde es wohl etwaige Besucher verwirren, wenn diese andauernd Fehlermeldungen oder andere Merkwürdigkeiten zu Gesicht bekämen. Ist natürlich jetzt weit hergeholt, denn die einzigen Besucher, der dich zu dieser Zeit finden würden, wären entweder Uri Geller oder Morta Deller, denn standardmäßig telefoniert Wordpress nicht und zieht so nicht unnötig die Aufmerksamkeit auf dich. Lade dir also irgendeinen Server für dein Betiebssystem herunter, in meinem Fall XAMPP für Windows, und installiere deinen Blog erstmal lokal. Da störts auch niemanden, wenn du dein Layout 5437 mal wegschmeißen musst, weil du irgendwo einen Fehler eingebaut hast, den du nicht findest. Ist mir sehr oft so gegangen, weil ich halt kein Standard Theme haben wollte und mir mehrere Tapeten für meine Bedürfnisse angepasst habe. Du kannst sicherlich auch eines der 2 Trilliarden freien Themes benutzen, aber du bist dann nicht individuell, sondern grauer Einheitsbrei, von ein paar hübschen Layouts, die es gibt einmal abgesehen. Außerdem gehts auch viel schneller. Bis man durch die abertausend von Themes durch ist, hat man fix per CSS wenigstens das Grundlegenste angepasst und seien es nur die Farben. Hast du soweit alles fertig, fix die Chose hochgeladen und wir kommen zu…

5. Beiträge schreiben:

Bevor du den Blog aus dem Haus lässt solltest du wenigstens 3-4 Beiträge verfassen, damit potentielle Besucher was zum Lesen haben und nicht denken, dass hier das fünfmillionste “noch ein tolles Wordpressblog” entstanden ist, welches in den Weiten des Internets verhungert. Es müssen keine Romane wie dieser hier sein, aber sollte auch nicht unbedingt aus gecopyundpasteten News von irgendeiner Nachrichtenseite bestehen. Auch eingebettete, gar noch so lustige Videos reißen niemanden vom Hocker. Gib dir also zumindest am Anfang etwas Mühe und die Besucher werden es dir auf Dauer danken.

6. Augen offen behalten:

Sam meint damit, dass du immer auf der Suche nach Inspirationen sein solltest. Schau dich also nach anderen Blogs oder Communities um, die das gleiche Thema haben oder zumindest darin ähnlich. Das macht den Kopf frei und du wirst sehr oft für eigene Beiträge inspiriert, wo du sonst stundenlang verkrampft vorm Rechner gehockt und dir der Kopf gequalmt hätte, weil dir partout keine Erleuchtung kommen wollte. Denke aber daran, klaue niemals fremde Inhalte. Schreibe zur Not einen Teil um und ergänze mit deinen eigenen Worten. Das erweitert übrigens auch deinen Horizont ungemein und das Schreiben fällt nach einer Weile wesentlich leichter.

7. Sei aktiv:

Da du ja nun in diversen Blogs und Communities liest und auch anderweitig neugierig bist, teile den anderen mit, dass du auch eine Meinung hast und kommentiere auf Blogs und schreibe Antworten in Foren, natürlich nur, wenn du auch wirklich was zu sagen hast. Ein einfaches “lol” ist unangebracht und disqualifiziert dich von vornherein. Je öfter du dich woanders beteiligst, dest eher werden andere auf dich aufmerksam und damit vielleicht auch neugierig auf deinen Blog.

8. Bleibe du selbst:

Versuche niemals jemand anders zu sein. Findest du vielleicht die Schreibe von XY besser als deine eigene, dann denke erst gar nicht daran XY nachzumachen, denn das geht niemals lange gut. Man merkt es einfach irgendwann und dann hast du dich zum Affen gemacht. Sei einfach du selbst und schreibe auch so. Wenn man eine Weile gebloggt hat, dann bekommt man eine gewisse Routine und auch die Texte werden mit der Zeit besser. Ich bin zB. auch so ein Fall, dem das eigene Geschreibsel nicht gefällt. Ich merke aber, dass sich langsam der Erfolg zeigt, weil ich eben in letzter Zeit sehr viel schreibe.

9. Gib nicht auf:

Nach der anfänglichen Euphorie wirst du eventuell sehr schnell merken, dass du auch genauso gut mit einer Wand sprechen könntest, weil niemand deinen Blog liest oder wenn doch, dann aber keiner Kommentare hinterlässt. Das ist vollkommen normal, weil wir dummen Besucher vielleicht gerade woanders ein ähnliches Thema kommentiert haben und gerade keine Lust darauf haben das Murmeltier zurück zu grüßen. Wir lesen aber und das ist die Hauptsache - irgendwann kommen auch die Kommentare. Das irgendwann Besucher kommen, die auch kommentieren, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Es liegt also an dir was du daraus machst. Die wenigsten Blogger hatten übrigens über Nacht Erfolg. Es dauert eine ziemliche Weile, bis man sich erfolgreich nennen kann, wenn man es denn jemals wird und dessen sollte man sich bewusst sein.

10. Optimieren:

Last and least sind wir beim Optimieren. Gut, das könnte jetzt auch weiter oben stehen, aber für so wichtig halte ich es persönlich am Anfang nicht. Seh zu, dass dein Blog übersichtlich und userfreundlich ist. Das heißt nichts anderes, als dass du keine zu kleine Schriftart, aber auch keine zu große auswählst, auch sind extravagante Schriftarten nicht gerade förderlich. Schmeiße unnötiges Zeugs aus deiner Sidebar, wie den Kalender zB. Klatsch den Blog nicht mit zig Werbebannern zu und belohne deine Besucher mit möglichst harmonischen Farben. Auch wenn du Borussia Dortmund Fan sein solltest, kommt gelbe Schrift auf schwarzem Hintergrund und andersrum einer Körperverletzung gleich und die Besucher, die keine hardcore Borussia Fans sind waren bis zum Sanktnimmerleinstag nicht mehr gesehen. Optimiere deinen Blog auch für Suchmaschinen, denn unter Umständen sind diese sehr wichtig für dich.

Das war es im Großen und Ganzen auch schon. Ich habe sicherlich noch einige Punkte vergessen, die man hätte hinzufügen können, aber aus meiner Sicht sind das so ungefähr die grundlegensten Dinge, die man einhalten sollte, wenn man ein Projekt an den Start bringen will. Ich habe diese “Wall of Text” übrigens nirgends zusammenkopiert, sondern sitze hier jetzt etwas mehr als 2 Stunden dran, inspiriert von diesem Beitrag, den ich auf Yigg gefunden habe. Außerdem wollte ich schon länger mal darüber schreiben, wie ich an solche Sachen rangehe. Ich hoffe, dass bis hier noch keiner weggeschnarcht ist und ihr den Beitrag einigermaßen nützlich findet.


Kommentare

8 Kommentare zu “10 Tipps, wie man am Besten ein neues Projekt anfaengt”

  1. x-stream on 14.03.2008 4:53 pm

    Top Tipp Liste! weiter so! und viel erfolg mit diesem Projekt!

    mfg

  2. Sam on 15.03.2008 12:53 am

    Dank dir, auch wenn es vielleicht noch besser ausformuliert hätte werden können. Im Grunde genommen hätte ich gleich noch 30 andere Tipps unterbringen können, aber das hätte das Format etwas gesprengt. :-)

  3. x-stream on 15.03.2008 1:00 am

    weniger ist manchmal mehr… und nen zweiten teil musst doch auch noch schreiben oder? ;-)

  4. Sam on 15.03.2008 1:18 am

    Genau, das hatte ich dann auch im Hinterkopf. Man muss nicht immer alles auf einmal machen.

  5. Carsten on 15.03.2008 10:26 am

    Noch ein Tipp:
    Mit dem Test Drive Plugin kann man in aller Ruhe an einem zukünftigen Design basteln, während man seinen Blog nebenher schon mit Beiträgen füllen kann. Das Design, welche gerade bearbeitet wird, sieht man nur als angemeldeter Admin. Auf diese Weise umgeht man die Installation mit Xampp und kann die Beiträge schon mal von den Sumas Indizieren lassen.

    Das Plugin gibts hier:
    http://www.prelovac.com/vladim.....test-drive

  6. Sam on 15.03.2008 2:25 pm

    Danke, daran hab ich gar nicht mehr gedacht. :-)
    Ich habe das zwar auch installiert, aber eigentlich nur benutzt um zu sehen, wie das geänderte Theme dann online aussieht.

  7. Ander on 28.03.2008 3:21 pm

    Habe deinen Beitrag mit Interesse gelesen. Und muss gestehen, dass ich die gleiche Reihefolge befolgt habe! :-) Seit Oktober letzten Jahres betreibe ich das Blog, die Besucherzahl stagniert jedoch zur Zeit. Wie ich dies beheben könnte habe ich mir noch nicht so recht überlegt. Aber am Nicht-Schreiben liegt es aber bestimmt nicht. Wie gesagt, man muss etwas Geduld haben…

  8. Sam on 28.03.2008 3:50 pm

    Ja, die lieben Besucherzahlen…
    Wenns manchmal nicht so recht will, dann ist man dazu geneigt einfach mal nen “casual friday” Blog ins Netz zu stellen. Über Stars und Sternchen kann man eigentlich immer bloggen, weil da kaum ein Tag vergeht, an dem es keinen neuen Skandal oder andere unwichtige Sachen gibt. Und sowas wird immer gelesen.
    Allerdings bringt das höchstens Traffic. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kommt dabei sogut wie nichts rum und die Besucher sind so schnell wieder weg, wie sie gekommen sind.
    Denke, dass man sich einfach auf ein Thema konzentrieren und dieses dann durchziehen sollte.

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